Gestern vor einem Monat bin ich angekommen... Wahnsinn wie die Zeit vergeht! Es kommt mir vor wie vorgestern, dass ich den ersten Schritt auf amerikanischen Boden gesetzt habe - wobei- nein so kann man das auch nicht sagen, ich habe in diesem Monat schon so unheimlich viele Dinge erlebt und Erfahrungen gesammelt, wie selten in meinem Leben in dieser Zeit. Und nach diesem Monat kann ich sagen: Ich bereue den Entschluss hier zu leben nicht im Geringsten! Es ist wahnsinnig spannend, und jeden Tag kommt etwas neues dazu. Ob das Jahr reichen wird um alles in mich einzusaugen?? Probably not.
So, gut, genug zum Vorwort, jetzt kommt mein Wochenreport: ;)
Gestern hatte ich meinen ersten Sleepover mit Laysa. Sie ist ebenfalls ein exchange student, kommt aus Brasilien und lebt bei meinem Coordinator. Es war wirklich schoen mal wieder einen richtigen Maedelsabend zu erleben. Wie ein Sleepover so abläuft? Eigentlich genauso wie man ihn von Filmen kennt! :D
Wir quatschten stundenlang ueber Gott und die Welt, darueber Austauschschueler zu sein, die Schule, darueber Freunde zu finden, Kulturschocks, Lieblingsaktivitäten, und klar, auch ueber Jungs ;) Nebenbei schauten wir (of course) Pride & Prejudice, liessen uns von ihrem kleinen Gastbruder mit Taschentuechern versorgen und assen fantastische american Steaks. Nach dem Film zeigte sie mir wie man brasilianische Süßigkeiten "Brigadeiro" herstellt und waehrend wir uns daran versuchten, drueckten wir erneut auf die Traenendruese und legten "eat pray love" ein. Irgendwann... am Morgen... schliefen wir dann doch ein. Es machte wirklich unglaublich Spass und ich hoffe, dass wir das bald bei mir zu Hause wiederholen werden. Thank you so much Laysa - it was wonderful <3
Am nächsten Morgen stand mein erster Kirchgang in den USA an. Kirche? Ich glaube heute morgen erlebte ich meinen ersten richtigen Kulturschock. Da Gebäude war gross, kastenfoermig und glich von aussen eher einer Schule oder Bank. Innen sah es ein bisschen aus wie in einem Hotel, man kam durch die Eingangstür (dort wurde ich erst mal von vollbluetigen Bikern herzlich in den Arm genommen :D) in einen Korridor in dem man sitzen, quatschen und Kaffee trinken konnte. -Stellt es euch vor wie ein Kino, ich glaube das ist ein guter Vergleich! 10 Minuten vor Gottesdienstbeginn ertönte eine Klingel. Exakt die gleiche wie in meiner High School! Also gingen wir durch eine der Flügeltüren in den...was auch immer Saal. Als ich darin stand musste ich schon ein bisschen grinsen. Jep, es glich mehr einem Kino/ Auditorium/Theater als einer Kirche. Der Raum war nach vorn hin leicht abfallend und vorn war eine ziemlich hohe Bühne. Boden, Bühne und die Treppen zur Bühne waren mit rotem Teppich ausgelegt. Und auf der Bühne war eine komplette Band mit Schlagzeug, E-gitarren, Bässen, 2 Sängern, 2 Backgroundsaengerinnen, 2 Keyboards und ein Cello aufgebaut. An den Wänden waren 2 Projektoren, die erst den Countdown bis zum Start projizierten, und anschliessend Liedtexte, Videos und Werbung fuer die Website der Kirche an die Wände warfen und dazwischen vergrößerten sie die Leute, die gerade sprachen/sangen/ predigten (gut, letzteres fehlte irgendwie..) Oh. mein. Gott. Ich weiss ja nicht... aber die 2 Stunden Church servis kamen mir mehr wie ein Rockkonzert und danach wie eine Unterrichts/ Animationszeit vor. Es war nicht schlecht. Aber fuer mich... war es nicht wirklich ein Gottesdienst. I am sorry dear America... aber ich bevorzuge dann doch die klassischen hunderte von Jahren alten Kirchen und lausche dem Kreuzchor. :) ...wobei die Sänger wirklich wirklich gut waren! Nur - ich weiss nicht - irgendwie hat das alles nicht zusammengepasst! Whaaa - ich glaube wirklich das war mein allererster richtiger Kulturschock! :D
Das wichtigste ist der Glaube, das ist wahr. Aber wie er aufgefasst und vermittelt wird.. macht fuer mich eben auch viel aus.
Nächste Woche will mir mein Hostdad seine Kirchgemeinde vorstellen, heute habe ich eine Baptistengemeinde besucht.
Donnerstag kamen wir von der Schule nach Hause und Taylor zeigte plötzlich an die Decke. Auf einer der Leinen sass ein Vogel. Ein winzig winzig kleiner Vogel. Ein hummingbird - zu deutsch = ein Kolibri! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie aufgeregt ich war, einen wilden, lebendigen Kolibri zu sehen! In meiner Garage! Ich dachte... okay im Nachhinein klingt es ganz schoen blöd... aber ich war bis dahin immer davon ausgegangen, die wuerden nur in Australien leben - oder jedenfalls nicht in Kansas! -.- It was amazing!! <3
Und letzten Endes... war ich heute schon wieder in der Mall und probierte mit meiner grossen Schwester Summer Kleider fuer den Homecomming, bzw. Holyball an. Ich. liebe. die.Kleider. hier.!!! Bauschig, und glitzernd, strasssteinig und in den schönsten Farben. Und nichts geht hier als kitschig durch! I love it! *-*
Okay.... genug von mir, ich hoffe ihr seit auf dem Weg bis hier unten nicht an meinen Endlossätzen verzweifelt, ich kann nicht anders! :D
Habt eine schöne Woche, ich beobachte gerade von meiner Terrasse aus einen der wundervollen Sonnenuntergänge in Kansas und mache mich gleich an die Actinghausaufgabe fuer morgen. Bilde aus den Worten: lightbulb, fish, tower, turtle, shootingstar, bridge & pyramide eine Geschichte, die du pantomimisch darstellen kannst. Ich liebe Herausforderungen!Love always,
Elsie <3
PS: Diese Woche habe ich meine erste Post bekommen! Vielen vielen lieben Dank Liane - du warst die allererste ;) und meine Eltern nehme ich auch ganz dolle in den Arm. Ich habe euch alle so lieb und... vermisse euch schon ziemlich. Auch wenn das hier alles ein wundervolles Abenteuer ist - Freunde und Familie zu Hause kann niemand ersetzen!
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